Gold-ETCs

Die Abkürzung ETC stehen für Exchange Traded Commodities. Die deutsche Übersetzung lautet börsengehandelte Rohstoffe. Bei diesen Objekten handelt es sich rechtlich um Schuldverschreibungen, die Zertifikaten ähneln. Sie sind in mehreren Punkten mit ETFs identisch. Der folgende Artikel informiert Sie darüber, worauf Sie bei der Anlage achten müssen.

Wissenswertes zu Gold-ETCs

Die Laufzeit von Gold-ETCs ist generell unbefristet und sie sind kontinuierlich an der Börse handelbar. Sie sind meistens wie ETFs größtenteils mit physischem Gold besichert. Ein 100-prozentiger Schutz vor dem Emittentenrisiko besteht dennoch nicht. Im Insolvenzfall würden Sie mit anderen Gläubigern gleichgestellt. Eine Garantie, dass Sie Ihr investiertes Geld zurückbekommen, gibt es nicht.

Die meisten Gold-ETCs bilden die Kursentwicklung des Edelmetalls nahezu im Verhältnis 1:1 nach. Da nicht alle angebotenen Produkte den Goldpreis nachbilden, gestaltet sich die Anlage kompliziert. Deshalb entscheiden sich viele Anleger dazu, Kapital in Warentermingeschäfte zu investieren. Doch auch bei dieser Anlageform können die Preise vom tatsächlichen Goldwert abweichen.

Vorteile von Gold-ETCs

Ein großer Vorteil von Gold-ETCs ist, dass Sie als Anleger bei bestimmten ETCs, zum Beispiel Xetra Gold, nach einer Haltedauer von zwölf Monaten und länger keine Abgeltungssteuer auf Ihre erzielten Gewinne bezahlen müssen. Da dieser Beschluss der Bundesregierung bis dato nicht in Form einer Verordnung vorliegt, kann es Ihnen passieren, dass Ihre Bank dennoch die Abgeltungssteuer abführt.

Eine Anlage in Gold-ETCS bietet Ihnen zudem den Vorteil, dass Sie kein physisches Gold lagern müssen. Da kein Fondsmanager eingestellt und bezahlt werden muss, sind die Kosten ähnlich günstig wie bei Gold-ETFs.

Handel, Kosten und Währungsrisiko

Hierzulande werden Gold-ETcs mehrheitlich an den Xetra Handelsplätzen und in Stuttgart gehandelt. Meistens entspricht 1 ETC-Anteil 1 Gramm Gold. Vorteilhaft sind die günstigen Depot-Gebühren. Auf dem Weltmarkt werden Gold-ETCs in US-Dollar gehandelt. Beim Ankauf von ETCs in Euro tragen Sie das Währungsrisiko. Umgekehrt kann es sein, dass Sie von einem fallenden Dollarkurs profitieren, da dieser sich wertsteigernd auf Ihre Gold-ETCs auswirkt.

Nachteile und Risiken von Gold-ETCs

Als Privatanleger können Sie das Insolvenzrisiko einer Bank nur schwer einschätzen. Der in Deutschland umsatzstärkste ETC XETRA Gold wird vom Unternehmen Börse Commodities GmbH aufgelegt. Zu diesem Gemeinschaftsunternehmen haben sich die Deutsche Bank und fünf weitere Banken zusammengeschlossen. Das tatsächliche Ausfallrisiko können Sie als Privatperson nicht einschätzen.

Fazit

Die in diesem Beitrag aufgeführten Nachteile und Risiken sind keine Aufforderung an Sie, generell nicht in Gold-ETCs zu investieren. Wichtig ist, dass Sie sich ausführlich vorab informieren.